Keine! Mit dem Ein- und Ausziehen des Posaunenzuges wird die Tonhöhe verändert.

Die Posaune – klarer Ton mit einzigartigem Zug

Die Posaune gehört zu den Blechblasinstrumenten und ist an ihrem charakteristischen Zug besonders leicht zu erkennen. Statt Ventilen besitzt sie ein bewegliches Zugrohr, mit dem die Tonhöhe verändert wird. Dadurch klingt die Posaune besonders flexibel und hat einen klaren, offenen und tragfähigen Klang. Sie kann kraftvoll und strahlend, aber auch weich und lyrisch gespielt werden von Blasorchestern über Jazzbands bis hin zu sinfonischen Orchestern.

Gespielt wird die Posaune mit einem Kesselmundstück, ähnlich wie Trompete oder Euphonium. Durch die Zugtechnik lernen Spielerinnen und Spieler ein feines Gehör für Tonabstände, was das Musizieren besonders spannend macht. Es gibt verschiedene Bauarten, am häufigsten die Tenorposaune, für tiefere Stimmen kommt die Bassposaune zum Einsatz. Die Posaune eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Freude an einem vielseitigen und klangstarken Instrument haben.

Ein Blick in die Geschichte

Die Posaune hat eine lange Tradition und entwickelte sich aus der Renaissance-„Zinkposaune“. Schon im 15. Jahrhundert wurde sie in Kirchen- und Hofmusik eingesetzt. Durch ihre stufenlose Zugtechnik war sie eines der ersten Blechblasinstrumente, das chromatisch, also in allen Halbtönen, spielen konnte. Im Laufe der Jahrhunderte fand die Posaune ihren festen Platz in Orchestern, später in Blas- und Jazzmusik, Big Bands und modernen Ensembles. Heute gehört sie zu den vielseitigsten Blechblasinstrumenten überhaupt.

Das Spiel auf der Posaune verlangt im Speziellen die Entwicklung eines feinen Gehörs, einer guten inneren Vorstellung der Klänge und einer fliessenden Bewegung des rechten Armes und des Handgelenks.